unHERd
Mit unserem Projekt unHERd verschaffen wir Musik Gehör, die sonst oft ungehört bleibt: Werke von Komponistinnen, die in der Musikgeschichte zu Unrecht übergangen wurden. Denn auch im Jahr 2025 dominieren in den Programmen der Konzerthäuser nach wie vor Werke männlicher Komponisten – während die Musik ihrer versierten weiblichen Kolleginnen viel zu selten erklingt. Das wollen wir ändern!
Wir sagen: Hensel statt Händel und Beach statt Bach!
Hier findet ihr alles zu unseren unHErd Projekten!
2025: unherd – komponistinnen gehört und gesehen!

Mit dem Projekt „unHERd – Komponistinnen gehört und gesehen” haben wir das Konzept unseres Workshops aus dem vergangen Sommer aufgegriffen und sind damit in die zweite Runde unserer Konzertreihe gegangen!
Dieses Mal haben wir ein interdisziplinäres Konzertformat entwickelt, in dem Musik auf Kunst trifft.
Gemeinsam mit unseren sechs Dozierenden haben wir an zwei Wochenenden intensiv an der musikalischen Erarbeitung der Werke von sieben Komponistinnen gefeilt. Einige ihrer Namen waren uns vor Beginn unserer Recherchen noch unbekannt – umso beeindruckender war die Entdeckung ihrer Werke, die für uns mittlerweile aus dem Repertoire nicht mehr wegzudenken sind! Neben Kompositionen bekannterer Namen wie Louise Farrenc und Fanny Hensel erklangen Werke der britische Komponistin Ethel Smyth sowie von Louisa Adolpha le Beau, Lili Boulanger und Johanna Senfter. Die Zeit neben den Proben wurde mit Vorträgen und Gesprächen rund um die Komponistinnen und ihre persönlichen Schicksale gefüllt.
Außerdem reagierten sieben junge Künstlerinnen mit ihren Werken auf die Musik der sieben Komponistinnen, die im diesjährigen Konzert erklangen. Neben der Ausstellung dieser Bilder im Foyer des Konzertorts wurden im Rahmen des Konzertes außerdem Auszüge aus Briefen und biografischen Texten der Komponistinnen gelesen.
Zusätzlich haben wir dieses Jahr eine Broschüre mit kurzen biografischen Texten zu den Komponistinnen und den Bildern der sieben Künstlerinnen entworfen, die man hier anschauen kann:
„unHERd – Komponistinnen gehört und gesehen“ ist ein interdisziplinärer Dialog zwischen Musik und bildender Kunst, der neue Perspektiven auf das Leben und Schaffen der verschiedenen Komponistinnen eröffnet und einen Beitrag zu ihrer Sicht- und Hörbarkeit leisten soll!
Mehr zum diesjährigem Projekt könnt ihr im Interview, das unsere
stv. Vorstandsvorsitzende Socha Amberger dem radio 3 vom rbb gegeben hat hören:
2024: unHERD – Komponistinnen endlich erhört!
Unser Debutprojekt “unHERd – Komponistinnen endlilch erhört!” war ein Workshop über 2 Wochenenden im August 2024. Gemeinsam mit Dozierenden des Lysistrata Chamber Collective und Mika Yonazewa von der Komischen Oper Berlin haben wir an acht verschiedenen Stücken gearbeitet, die wir vorher in einem langen Prozess ausgewählt haben. Unser Kriterium bei der Auswahl: Kammermusik von Komponistinnen!
Statt eines zweifelsohne auch großartigen Mozarts wollten wir im Rahmen des Workshops Musik von Emilie Mayer zum Erklingen bringen! Wir wollten Amy Beach Gehör verschaffen und die Geschichte von Mel Bonis erzählen, die ihren eigentlichen Vornamen Melanie auf Mel verkürzt hat, um nicht als Frau erkannt zu werden. Nur so hatte sie eine wirkliche Chance in der Musikwelt des 19. Jahrhunderts und konnte die Werke komponieren, die wir in diesem Sommer kennen und lieben gelernt haben. Auch Fanny Hensel stand zeitlebens im Schatten ihres bekannten Bruders Felix, obwohl sie eine einzigartige Komponistin und Musikerin war. Sicher wäre sie im Stande gewesen, große Werke für Orchester zu komponieren, hätte man sie nur gelassen.
So viele Geschichten und so viele Schicksale. Wir haben acht von ihnen
ausgegraben, um sie den 12 Teilnehmenden unseres Projektes vorzustellen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dabei ging es uns darum, auf die Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, die komponierenden Frauen in der Musikgeschichte so häufig widerfahren sind und ihre Kompositionen zu würdigen, indem wir sie in den Fokus unseres Projektes stellten. Acht Stücke sind am Konzertabend in der PA58 im Wedding erklungen und wurden von kurzen Briefausschnitten der Komponistinnen, vorgetragen von Katja Amberger, begleitet. Vielen Dank an alle Teilnehmenden und unsere vier Dozierenden Mika Yonezawa, Lillia Keyes, Lucia Brighenti und Rachel Susser.
Hier: Das Abschlusskonzert in voller Länge

Mithelfen
Da wir noch ein sehr junger Verein sind, freuen wir uns wirklich über jede motivierte Person, die uns über den Weg läuft!
Ganz egal, ob du Teil des Orga-Teams werden, beim einem der nächsten Projekte mitmachen oder einfach bei unseren Konzerten dabei sein möchtest – wir schätzen jede Unterstützung und freuen uns über Leute, die Ideen und Motivation in unser Team bringen! Melde dich hierzu gerne per Email bei: accordo.berlin@gmail.com
Unterstützen
Als gemeinnütziger Verein sind wir nicht profitorientiert – von daher freuen wir uns unglaublich über jede finanzielle Unterstützung!
Diese können wir dann bei unseren Projekten wiederum in gute Räume, angemessene Löhne für die Dozierenden, usw. investieren.
Wenn du unsere Idee toll findest, dann unterstütze uns doch gerne mit einer Spende auf unser Vereinskonto:
Name: accordo – junge Kammermusik Berlin e.V.
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